Bereits vergangene Woche wurde Suárez zu einer Disziplinarstrafe von der FA zu umgerechnet etwa 24.000 Euro verurteilt plus einer Sperre für ein Spiel. Er hatte beim Meisterschaftsspiel am 5. Dezember den Fans der Gegner einen „Stinkefinger“ gezeigt. Nun hat er wohl noch einen draufgesetzt, was erst einmal vor der Öffentlichkeit geheim gehalten wurde. Dalglish, der Trainer, ist offensichtlich nicht sehr „amused“ und versucht nun zu retten, was noch zu retten ist. Denn der Uruguayer Suárez scheint von der feinen englischen Art wohl noch nie etwas mitbekommen zu haben, als er den aus Senegal stammenden, französischen ManU-Kicker Patrice Evra am 15. Oktober mit rassistischen Worten beleidigte.
Der Liverpooler Klub und auch Dalglish hat, zwar widerwillig, die rund 48.000 Euro Geldstrafe und eine Sperre von 8 Spielen akzeptiert, weil die Aussage des Stürmers wohl nicht sehr glaubwürdig ankam. So durfte der 24-Jährige schon beim Match gegen Manchester City am Dienstagabend nur zugucken. Der Klub samt Trainer hat wohl nun Zugeständnisse gemacht, was sich in den Statements bestätigte, die Dalglish und Suárez letzte Nacht abgaben. Der Klub könne es sich mehr leisten ein noch größeres Loch zu graben, obwohl es noch eine Menge Dinge gäbe, die sie loswerden bzw. sagen wollten, aber keine weiteren Schwierigkeiten heraufbeschwören möchten.
Suárez gibt sich ziemlich geknickt, weil wohl alle wissen, was vorgefallen ist, aber nicht in der 115-seitigen Erklärung stehe, dies allein sei für sie wichtig. So hält er seine Unschuldsbeteuerung aufrecht und gibt zu, dass er die beiden letzten Monate machtlos dastand und nichts tun konnte, um die Anschuldigungen zu entkräften. Er wiederholte mehrmals, er habe niemals ein Rassenproblem, weder mit einem Teamkollegen noch mit irgendjemand anderem gehabt. Er wäre nun enttäuscht über Redereien, die ihm während der letzten paar Wochen zu Ohren kamen, die jedoch weit entfernt jeder Wahrheit wären. Mit Resignation scheint Louis Suárez die Suspendierung hinzunehmen, jedoch nicht ohne zu betonen, dass er nichts Falsches getan habe und nun von den Geschehnissen sehr erschüttert sei.

