Premier League erhält mehr Geld

Neben dem sportlichen Stellenwert der Premier League nimmt auch der wirtschaftliche Faktor eine immer größere Bedeutung ein. Seit dem gestrigen Tage steht fest, dass der britische Pay-TV Sender BskyB die englische Fußball Liga im nächsten Jahr übertragen darf. Um diese Übertragungen vorzunehmen, muss der Sender jedoch deutlich mehr Geld als bislang auf den Tisch legen.

Der von dem Medienmogul Rupert Murdoch betriebene Sender wird ab dem Jahr 2013/2014 einen Dreijahresvertrag abschließen, der ihnen erlaubt pro Saison 115 Spiele der Premier League live zu zeigen. Dafür wird der beachtliche Betrag von 2,8 Milliarden Euro bezahlt.

Aber auch das Unternehmen BT erhält Rechte für Spielübertragungen. Für einen Betrag von 911 Millionen Euro darf das britische Telekom-Unternehmen in den kommenden Jahren 38 Partien pro Saison zeigen.
Zusammengefasst beläuft sich das Gesamtpaket somit auf einen Wert von 3,7 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Mehrwert von ca. 1,6 Milliarden Euro zum aktuellen Vertrag. Zum Vergleich: Dem deutschen Bezahl-Sender Sky sind die Übertragungsrechte an der Bundesliga von 2013 bis 2017 ungefähr 1,9 Milliarden Euro wert.

Die Entwicklungen in der Gegenwart und der jüngsten Vergangenheit machen klar, dass sich der moderne Fußball nicht nur noch um Sport dreht. Vereine und Ligen sind Wirtschaftsunternehmen, das Geld spielt eine immer bedeutendere Rolle. Doch auch eine Gegenbewegung ist zu erkennen: Viele Vereine lehnen mittlerweile überzogene Spielergehälter ab, das Financial Fairplay Programm der UEFA ist im Anlaufen und auch vonseiten der Fans lehnen zahlreiche immer lautstarker eine weitere Kommerzialisierung des Fußballs ab. Was die nahe Zukunft betrifft, ist jedoch zunächst von einer Tendenz in die andere Richtung auszugehen.

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