Zu hoher Ausländeranteil in der PL?

Nicht zuletzt durch das schwache Abschneiden der englischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine stellt sich die Frage, warum das englische Nationalteam zurzeit nicht in der Lage ist auf Augenhöhe mit den anderen Topnationen zu spielen. Kritische Stimmen beleuchteten dabei mehr und mehr den vergleichsweise sehr hohen Ausländeranteil in der Premier League, der laut Experten dazu führt, dass englischen Talenten weniger Spielpraxis zugestanden wird und sie dadurch weniger Förderung erfahren.

Der hohe Anteil an Legionären in der Premier League ist jedoch kein Zufall: Als stärkste Liga der Welt (zumindest in jüngster Vergangenheit) angepriesen, reißen sich Spieler aus der ganzen Welt um Verträge in England. Dies führt zu einem vergleichsweise hohen Ausländeranteil von etwa 60 %, die absolut ungefähr 18 Profis pro Verein entsprechen
Mit Blick in die Zukunft erscheint eine Begrenzung der Ausländeranzahl pro Verein eine logische Konsequenz. Gerade bei den Champions League Vereinen fällt auf, dass sehr wenige Engländer in den eigenen Reihen spielen. Insgesamt muss jedoch auch der Aspekt betrachtet werden, dass die Spieler aus den Jugendreihen durch die ausländischen Akteure bedingt direkt auf sehr hohem Niveau einsteigen und damit sehr viel von diesen lernen können. Damit ist, so denke ich, von einem Kompromiss in der Ausländerbegrenzung auszugehen um, ähnlich wie in Deutschland, in Zukunft auf jüngere Spieler aus den eigenen Reihen zu setzen um international wieder angreifen zu können.

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